Dragon Eye Morrison / Drama
 Drama Spielzeit: 19:11
Medium: EP
Label: Anomalousz Music Records, 2011
Stil: Alternative/Metal/Rock

Review vom 27.06.2011


Andrea Groh
Dragon Eye Morrison wurden 2003 von Adam Hatton und Paul Howey gegründet, um der Banalität der Musik, die sie umgab, entgegen zu wirken. Daher begannen sie gleich, Songs aufzunehmen und live aufzutreten.
2005 gab es als erstes Tondokument die limitierte 4-Track-EP/Demo "The Official Pace Car Of The Apocalypse". Danach folgten etliche Tourneen, welche die Band reifen ließen.
Das Ergebnis dieses Prozesses sollte dann die 2009 erschienene EP "Drama" (wiederum vier Tracks) darstellen. Für das Titellied wurde sogar ein Videoclip in einer Festung gedreht.
Die Beschreibung klingt ja recht vielversprechend und das Covermotiv mit der Frau und den Schlangen ist immerhin ungewöhnlich. Versprochen wird laut Waschzettel Musik, die sich im Bereich Alternative / Metal / Rock bewegt. Dann bin ich ja mal gespannt, was mich erwartet:
"Empire (Dei Manu)" legt in Pantera-Metal-Manier los. Bei dem Gebrülle überkommt mich der Wunsch, die Hand Gottes wäre damals Phil Anselmo im "Vulgar Display Of Power"-Stil ins Gesicht gefahren, hätte ihn daran gehindert, Vorbild für Horden von Metalcore, Nu-Metal oder Was-auch-immer-Schreihälse zu werden.
"Drama" beginnt zurückhaltend, sowohl musikalisch als auch stimmlich, mit versetzter Rhythmik und wechselnden Parts. Damit können mich die 'Drachenaugen' schon deutlich mehr ansprechen.
Bei "Black Water Memories: Endgame" wurde der Pantera-Anteil wieder etwas hochgefahren, ist trotzdem interessanter als der Opener, insbesondere wenn Adam sich zurückhält und die Instrumentalfraktion wiederum etwas versetzt spielt. Da sind tatsächlich Ansätze vorhanden, ob im letzten Track etwas daraus gemacht wird?
Nein, leider nicht, "Burn Your Life Down" ist das zweitschwächste Lied der EP.
Nach knapp 20 Minuten war's das dann schon. Ob dies ausreicht, der Mittelmäßigkeit zu entkommen und die Metalszene aus ihrer von Dragon Eye Morrison angeprangerten Katatonie zu befreien? Hm…ich würde meinen, eher nicht…
Metalcore / Nu Metal / Alternative Metal / Modern Metal-Fans können ja mal reinhören.
Ich habe in dieser Richtung schon schlechteres gehört. Hier fand ich immerhin zwei Songs (also die Hälfte) vergleichsweise überdurchschnittlich.
Die EP wurde im Mai 2011 vom Label Anomalousz Music Records neu aufgelegt und im Zuge des Erscheinens der neue EP The Kodiak im Juni 2011 in deren Schlepptau an die Zines verschickt.
Line-up:
Adam Hatton (vocals, guitar)
Paul Hovey (guitar)
Kyle Bunkin (bass)
Adam Rocket (drums)
Tracklist
01:Empire (Dei Manus)
02:Drama
03:Black Water Memories: Endgame
04:Burn Your Life Down
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