Malpractice / Triangular
Triangular Spielzeit: 50:09
Medium: CD
Label: Spinefarm Records, 2008
Stil: Progressive Metal

Review vom 04.05.2008


Christoph Segebard
Gute zwei Jahre sind seit meinem ersten Kontakt mit den Finnen von Malpractice ins Land gegangen. Damals hatten sie mich mit ihrem zweiten Album Deviation From The Flow stark beeindruckt, hatten sie es doch mehr als gut verstanden, die Eingängigkeit des Heavy Metal mit der Vertracktheit des Prog zu verknüpfen.
…Wer jetzt an Symphony X denkt, dem sei gesagt, dass Malpractice anders klingen; sie sind etwas weniger heavy und aggressiv, es gibt größere Melodiebögen. Als starke Einflüsse, bzw. Sound-a-likes könnten im Besonderen Queensrÿche und Threshold oder mit Abstrichen sogar Dream Theater genannt werden.
Was hat sich nun getan bei Malpractice? …Zunächst gibt es einen neuen Sänger - nicht nur für die vielen mehrstimmigen Parts: Aleksi Parviainen. Und um ehrlich zu sein, mir ist das zuerst gar nicht aufgefallen, denn der "Alte" und der "Neue" klingen recht ähnlich. Stutzig wurde ich erst, als ich beim dritten Song, "Deception", den growlig-rauhen Gesang hörte. Da hat Aleksi sich gleich mal ein bisschen Profil gegeben und gezeigt, wer er ist. …Ansonsten gibt es aber so gut wie keine Unterschiede. Alle Parts, auch die mehrstimmigen, wirken genauso gekonnt und professionell wie beim Vorgänger.
Man ist aber im Ganzen ein klein wenig bissiger geworden, scheint mir. Es gibt mehr aggressive Passagen, und es werden bisweilen weniger Kompromisse gemacht als noch vor zwei Jahren. …Das liegt unter Anderem daran, dass die Finnen sich hier ein wenig mehr ihrer Thrash-Vergangenheit erinnern. Gitarrenriffs nehmen eine größere Rolle ein ("Deadline" startet mit einem Superriff), und auch der Sound betont die Gitarren mehr und lässt allgemein alles etwas härter und schärfer klingen.
Das alles sind aber wirklich nur Nuancen - Malpractice sind immer noch, was sie waren: Eine Band, die sowohl Rocker als auch Progger interessieren dürfte. Auch, wenn der von mir heimlich erhoffte Sprung an die Weltspitze vorerst ausbleibt. Daran sieht man aber auch, was für hohe Erwartungen ich in diese Band setze, die wieder ein absolut hochklassiges und hörenswertes Album fabriziert haben. Mit vielen plötzlichen Wechseln von Geschwindigkeit und Stimmung und der - wie immer - perfekten Instrumentierung weiß "Triangular" absolut zu überzeugen und bekommt
8 von 10 RockTimes-Uhren.
Line-up:
Aleksi Parviainen (vocals)
Joonas Koto (guitar)
Markus Vanhala (guitar)
Jonas Mäki (bass)
Toni Paananen (drums)
Tracklist
01:Maze Of Inequity
02:Symmetry
03:Deception
04:Deadline
05:Platform
06:Triangular
07:Waves
08:Fragments
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