Eine gefühlte Ewigkeit hat es ob des absolut hochklassigen Debüts der Schweizer Combo gedauert - in Wirklichkeit war es aber nur ein Jahr.
Nun, endlich, sind The Order wieder da, und sie haben sich von der europäischen Hard Rock-Hoffnung schon zu einer kleinen Institution gemausert. Zu stark sind einfach ihre Songs, zu bretternd ihre Riffs, zu treibend und dröhnend ihre Rhythmussektion; und, natürlich, zu spektakulär ihr Frontmann Gianni Pontillo (Pure Inc.).
Ich sag es gleich - auch ihr Zweitwerk ist wieder beeindruckend ausgefallen und sollte jeden gestandenen Rocker abermals mit Leichtigkeit um den Finger wickeln.…Mann, diese Vier wissen einfach, wie's geht. Und dazu machen sie immer noch den Eindruck von absoluter Leichtigkeit, Spaß an der Musik und Ehrlichkeit.
Eine leichte Stiländerung ist diesmal zu verzeichnen. Die wohlklingenden Einflüsse modernen Metals vom furiosen Son Of Armageddon sind verschwunden und wurden ersetzt durch eher traditionelle Hard Rock-Klänge, die - und das ist mir sehr wichtig - ja immer irgendwie angesagt sind, aber bei The Order keineswegs nach einer Kurskorrektur für bessere Resonanzen klingen. Alles wirkt ungemein authentisch und als ob es aus tiefstem Inneren kommt. Dieser unterschwellig wahrnehmbare Eindruck macht für mich einen großen Teil des Reizes dieser Band aus.
Es ist also ein bisschen mehr 'Boogie' auf dieser Platte, wenngleich ich auch sagen muss, dass mir die bleischweren, fast doomigen Einlagen von "Son Of Armageddon" ein wenig fehlen, und mir "Metal Casino" deshalb ein winzig kleines bisschen schwächer vorkommt als sein Vorgänger. …Deshalb keinen Tipp zu vergeben, wäre aber nicht fair, schon gar nicht nach dem Genuss solcher Perlen wie "Down With The Rain". …Fantastisch! Auch nach dieser kleinen Richtungsänderung behalten sie also ihr hohes Niveau bei, was für die Qualität dieser Musiker spricht.
Um es also kurz zu machen - mit diesem Album ist es dem Quartett gelungen, sich zu etablieren. Allen Rockern und Schwermetallern sei auch "Metal Casino" empfohlen - Einiges auf dieser Scheibe kann einem wieder mal die Freudentränen in die Augen treiben.
Line-up:
Gianni Pontillo (vocals)
Andrej Abplanalp (bass)
Bruno Spring (guitars)
Mauro "Tschibu" Casciero (drums)
Tracklist |
01:Welcome To The Metal Casino
02:Mama, I Love Rock'n'Roll
03:Satisfaction
04:Bridges Burning
05:My Last Goodbye
06:In The Heat Of The Lonely Night
07:Let The Good Times Roll
08:Down With The Rain
09:Forever
10:Broken Days
11:Little Wings
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