"The Killer In Me" ist das vierte Album der in Baltimore, MD geborenen Musikerin (Nummer zwei siehe
hier).
Amy Speaces künstlerischer Weg begann zunächst in Form eines Schauspielstudiums. Als sie sich aber das Gitarrespielen selbst beigebracht hatte, führte der Weg nach New York und ebnete ihr den Zugang in die dortige Clubszene. Auch in New Jersey erfreute sie sich großer Beliebtheit. Während des Pendelns zwischen diesen zwei Staaten lernte sie die Musiker (
James Maestro,
Jagoda,
Rich Feridum,
Matt Lindsay) kennen, die sie fortan als Band (
The Tearjerks) begleiteten und auch bei ihrem aktuellen "The Killer In Me" tatkräftig unterstützten.
Produziert hat das 13 Stücke umfassende Werk (darunter ein Hidden-Track, "Weight Of The World") Gitarrist James Maestro. Amy Speace hat ganz in der Manier einer Singer/Songwriterin sämtliche Stücke selbst geschrieben und bei insgesamt nur dreien diverse Co-Autoren mitwirken lassen. Als kleines Bonbon gibt sich Rock-Legende Ian Hunter die Ehre, zweimal ganz gut heraus hörbare Harmony-Vocals beizusteuern (bei "The Killer In Me", "I Met My Love").
Auch wenn ich noch nie in New York gewesen bin (und mich auch dort nichts hinziehen würde), bringen die mit sehr intelligenten Texten ausgestatteten Songs von
Amy (im eingesteckten Booklet des Digipacks abgedruckt) die klischeehaften Attribute, die ich mit dieser Stadt assoziiere (Anonymität, soziale Kälte, Beton) atmosphärisch recht gut rüber, obwohl sich die instrumentelle Umsetzung eher in südlich-ländlichen Sphären zwischen (Alternate-) Country und (bluesigem) Roots-Rock ansiedelt. Ich könnte mir vorstellen, dass ein
Steve Earle große Sympathien für
Mrs. Speace hegen würde, der ja mit einer
Allison Moorer verheiratet ist, die mir neben
Lucinda Williams,
Melissa Etheridge (dezent) und der vor einiger Zeit von mir reviewten
Kristin Mooney spontan als Bezugsinterpretinnen einfällt. Schöne Musik für eine dunkle Club-Kaschemme.