Tankred Best / Driven By Chaos
Driven By Chaos Spielzeit: 76:31
Medium: CD
Label: Eigenproduktion, 2006
Stil: Gitarrenzauber

Review vom 15.09.2006


Ilka Czernohorsky
Noch nicht einmal ein ganzes Jahr - genauer - gerade mal 8 Monate ist es her, da hatte ich Bashing The Strings vor mir liegen und durfte die spielerischen Qualitäten des Protagonisten ausgiebig bewundern. Nun flattert schon das nächste Werk von Tankred Best, "Driven By Chaos", ins Haus. Natürlich bin ich gespannt, was mich dieses Mal erwartet.
Gleich mit 17 Songs beglückt uns der Riffbrett-Meister bei einer Gesamtspielzeit von über 76 Minuten. Dabei serviert er Eigenkompositionen, die bis ins letzte Detail ausgeklügelt und technisch ausgefeilt sind. Natürlich sind auch diese Stücke wieder komplett selbst von ihm eingespielt (guitars, bass, drum programming). Ein Tausendsassa, dieser Mann.
Er soliert und flitzt gekonnt über die Saiten, dass es eine wahre Freude ist. Das Wort 'Freude' ist im doppelten Sinne angebracht, zeigt T.B. doch erneut auf diesem Output seine spielerische Freude in ausgeprägten Soli und wahnwitzigen Gitarrenläufen.
Dabei beweist er nachdrücklich, dass man auch ohne Gesang Emotionen ausdrücken kann. Ob nun bei dem flinken Opener "The Test Of Time", dem powervollen "Circle Of Titans" - das in einer regelrechten Gitarrenorgie gipfelt -, dem wunderschönen balladesken "The Unknown", dem thrashigen "Set The Ball In Motion", dem düsteren "From Above" (ja selbst leicht jazzige Elemente werden in einige Nummern mit eingebaut), Best beweist immer wieder, dass er ein Genie auf der Axt ist.
Von feinen Melodiebögen über technische Skalenausritte bis hin zu groovigem Riffrock bedient er hier die gesamte Palette. Man merkt sofort, die Songs werden nicht unüberlegt aus der Hüfte geschossen, sondern sind wohldurchdacht.
Besonders gut gefallen mir persönlich die ruhigeren Stücke, wie das bereits erwähnte "The Unknown", "The Eternal" oder auch das komplexe "Mountain Of Dreams" und der Rausschmeißer "City Of Gold", ebenfalls mit vielen gekonnten Breaks gespickt.
Eigentlich habe ich das Gefühl, dass erst bei diesen Tracks die Virtuosität des Meisters ganz besonders zum Tragen kommt.
Es wird Zeit, dass sich Tankred Best endlich in einer ihm würdigen Band austoben kann.
Tracklist
01:The Test Of Time
02:Out Of The Vault
03:Alter Ego
04:Horizon
05:Circle Of Titans
06:The Unknown
07:Set The Ball In Motion
08:The Eternal
09:Faces In The Dark
10:From Above
11:Holy Ground
12:Under Pressure
13:Walls Of Silence
14:Prison Island
15:Legion Of Fire
16:Mountain Of Dreams
17:City Of Gold
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