Van Dancko / Born In Flames
Born In Flames Spielzeit: 25:05
Medium: EP
Label: Finest Noise, 2013
Stil: Blues -, Hard Rock

Review vom 05.09.2013


Mike Kempf
Blues Rock im Stil von AC/DC. Da muss ich unbedingt mal reinhören, zumal es sich hierbei um eine Combo aus dem Rhein/Main-Gebiet handelt, die auf den Namen Van Dancko hört und ich mich sehr dafür interessiere, welche musikalischen Neuheiten es aus unserem Lande zu entdecken gibt. Dafür lässt mir die Band nicht allzu viel Zeit, denn sie haben mir ihr neustes Werk "Born In Flames" in EP-Format mit sechs Songs in gut fünfundzwanzig Minuten zugesandt, die relativ schnell durch meine Ohrmuscheln gefiltert sind.
Als erstes fällt mir die Qualität des Sounds auf. Der ist wahrlich nicht überproduziert, sondern klingt eher rotzig, dreckig, unverfälscht und daher absolut authentisch. Mir gefällts! Ein hervorstechendes Merkmal der Platte, und so sollte es für vernünftiges Blues Rock-Album auch gelten, sind die respektablen Gitarrenläufe von Zero. Zwar hat er die Klampferei nicht neu erfunden, offenbart aber trotzdem ein sehr erdiges Spiel und lässt sich prima von den Rhythmikern in Gestalt des Tieftonexperten Rock.O und des Drummers Mirco antreiben.
Für die Textvorträge ist Lawrence Richard zuständig. Für einen wie mich, der nicht eine brauchbare Silbe ins Mikro hauchen kann: nicht übel. Für den anspruchsvollen Musikfreund, zu denen ich mich auch zähle, klingt der Gesang eher durchschnittlich. Nun gut, ein Bon Scott fällt nur alle Jubeljahre vom Himmel und landet mit großer Wahrscheinlichkeit nicht unbedingt auf deutschem Boden.
Im Prinzip auch nicht SO entscheidend, denn die Platte groovt anständig und versucht unermüdlich, nach vorn zu schieben. Zum Teil gelingt es ihr mit "Horny (To The Bone)" (Anspieltipp!), "Living A Lie" und dem Final Track "One Way Ticket" recht passabel, und je mehr ich den Tonregler gegen den Anschlag drehe, umso besser gefällt mir das Scheibchen. Also, volle Pulle aufdrehen, denn fürs leise Hören eignet sich die Tonkonserve genauso gut, wie Milva für einen Auftritt beim Jamboree.
Auch wenn Van Dancko noch nicht an die ganz großen Bands heranreichen, ein Reinschnuppern hat sich die Band allemal verdient! Sie schneidet bei meinem Feedback mit mehr positiven als negativen Eindrücken ab, liegt etwas über dem Durchschnitt und geht daher als leichter Punktsieger hervor.
Line-up:
Lawrence Richard (vocals)
Zero (guitar)
Rock.O (bass)
Mirco (drums)
Tracklist
01:Out Of Control (4:07)
02:Angel Back From Hell (4:02)
03:Horny (To The Bone) (4:50)
04:Living A Lie (3:31)
05:Raise The Flame (4:14)
06:One Way Ticket (4:18)
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