Musiker kommen zur Tournee über den Teich und werden in Europa von hiesigen Bands 'begleitet'. So stand der 'Little Boogie Boy' mit seiner Band beim Rosblues im Oktober 2006 mit der Gitarrenlegende John Primer, der übrigens Hein Meijer den Nickname gab, sowie beim Blues Alive 2007 mit dem ehemaligen Muddy Waters-Harper Mojo Buford auf der Bühne.
Die Liste der Blueser lässt sich noch um den Sänger Tommy McCracken oder den Bassist Nick Holt (u.a. Magic Slim) ergänzen.
Auf einem Festival in Clarksdale, Mississippi begleitete die Band Model T-Ford und Sam Carr.
Hochachtung! Hat man die Band mit John Primer und Mojo Buford gesehen, ist eines klar: Vor dieser Gruppe ziehe ich den Hut, denn es ist anerkennenswert, wie 'Little Boogie Boy' und seine Combo die Größen des Blues 'in Szene' setzen und nicht nur das:
Hinter "In Case You've Got The Blues…" verbirgt sich eine Live-CD, die Ende September 2001 im niederländischen Café Ruimtzicht (Burgerveen) aufgenommen wurde.
Traditioneller Blues in feinstem Sound erwartet einen auf dem Album, das widerspiegelt, welche Klasse diese Musiker um den Mastermind haben. Hinzu kommt noch, dass die Club-Atmosphäre prächtig eingefangen wurde: 100% live!
Man ist beim Hören des Rundlings fast geneigt, den Spitznamen (leicht) in 'Big Boogie Boy' abzuwandeln, denn Hein Meijer ist ein Meister an seinem Instrument.
Sein Bruder Harry an den Drums und Monique de Jong am Bass stehen ihm in nichts nach, denn sie bilden ein solides Fundament für die 10 Tracks, die dieses Album enthält.
Versüßt wird einem der Genuss des Albums durch den Harper Bart Lanstra, der im von Frank Frost, ebenfalls Harmonikaspieler, geschriebenen "Backscratcher" durch gefühlvolles Solieren auf sich aufmerksam macht.
Voller Enthusiasmus gespielt, hat sich Junior Wells' groovendes "Little By Little" schon zu einer Visitenkarte entwickelt, denn der Track ist fester Bestandteil der Setliste geworden.
Im knapp siebenminütigen "Lonesome Feeling" zeigt Hein, dass er selber auch tolle Songs in klassischer Auslegung des Blues schreiben kann, denn nahtlos fügt sich die Nummer ins Gesamtgefüge ein und er greift für das Solo zum Metallröhrchen.
Der Hut und seine weiße Fender sind die äußeren Markenzeichen des Niederländers. Neben seinen Fähigkeiten an der Gitarre ist er auch noch mit einer richtig guten Bluesstimme 'ausgestattet'. Stellvertretend dafür sollte man sich Howlin' Wolfs "How Many More Years" anhören.
Im ruhigeren Mittelteil ist "Truckload Of Love" mit einem weiteren tollen Solo des Gitarristen geladen.
"Steal Away" ist der obligatorische Slow-Blues und im Rausschmeißer "My Baby's Coming Home" geht es nochmals - mit Slidegitarre - auf dem Bluestrain mit Volldampf voraus.
Schon nach dem ersten "In Case You've Got The Blues…"-Hördurchgang kann man nachempfinden, warum 'Little Boogie Boy' und Band so gefragte Musiker sind. Abschließend wäre Magic Slim zu zitieren, der sich zum Album folgendermaßen geäußert hat:
»… once they hear, I believe they'll like it!«
Line-up:
Hein 'Little Boogie Boy' Meijer (guitar, vocals)
Harry Meijer (drums)
Monique de Jong (bass)
Bart Lanstra (harmonica, backing vocals)
| Tracklist |
01:Everything's Gonna Be Allright (4:52)
02:Backscratcher (4:46)
03:Ain't Gonna Worry About Tomorrow (5:23)
04:Little By Little (5:26)
05:Lonesome Feeling (6:54)
06:How Many More Years (4:43)
07:Truckload Of Love (6:23)
08:I'll Overcome (4:24)
09:Steal Away (4:41)
10:My Baby's Coming Home (5:04)
|
|
Externe Links:
|